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Medizinisches Gerät an Krankenbett mit Tropf

Smart Hospital: So sieht das Krankenhaus der Zukunft aus

  • 4 Minuten Lesezeit

Von der digitalen Krankenakte über die Video-Sprechstunde bis hin zum Einsatz von Robotern – die Digitalisierung im Gesundheitswesen eröffnet Kliniken innovative Möglichkeiten zur effizienteren und besseren Patientenbehandlung. Wir zeigen Ihnen, welche Innovationen bereits heute zum Einsatz kommen und welche Vorteile sich in einem Smart Hospital für Patienten, Ärzte und Kliniken ergeben.

Das Wohl des Patienten steht im Mittelpunkt

Die Idee des Krankenhauses der Zukunft setzt auf neue Konzepte für Kliniken – inklusive der zugrundeliegenden Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Die Hauptrolle spielen dabei Computersysteme, die der Medizin mithilfe von Künstlicher Intelligenz neue Wege bahnen. Neben einer Steigerung der Effizienz liegt der Fokus vor allem auf medizinischen Maßnahmen und der Stärkung der individuellen Bedürfnisse jedes Patienten. Die Grundlage dafür bildet die digitale Patientenakte, in die möglichst viele Daten fließen. Durchgeführte Behandlungsmaßnahmen und ärztliche Befunde gehören ebenso dazu wie Aufzeichnungen medizinischer Geräte.

Etikettendrucker druckt Etikett mit Barcodes und Informationen zu Blutgruppen aus.
Etiketten mit Barcodes sorgen für eine lückenlose Nachverfolgung, zum Beispiel von Blutproben.

Angesichts des Pflegenotstands und Ärztemangels sowie komplexer Verwaltungsprozesse ist die digitale Unterstützung sogar notwendig, um Pflegepersonal und Ärzten mehr Zeit für ihre Hauptaufgabe zu geben: sich um das Wohlergehen der Patienten zu kümmern. Im Krankenhaus der Zukunft lassen sich viele administrative Aufgaben vereinfachen oder ganz automatisieren, was größere Zeitfenster für die eigentliche Behandlung schafft.

Wie sich das Smart Hospital schon heute umsetzen lässt, zeigen richtungsweisende Pilotprojekte wie das der Universitätsmedizin Essen. Digitale Callcenter, Operationsroboter und 3D-Druck werden dort bereits eingesetzt und deuten die Zukunft des Krankenhauses schon heute an. Auch die Telemedizin macht große Fortschritte. In Berlin etwa erledigt eine Ärztin schon heute einen Teil ihrer Visiten per Roboter, was ihr eine größere Flexibilität im Joballtag verschafft.

Welche Vorteile die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hält sowohl für Patienten, Ärzte als auch die Krankenhausverwaltung viele Vorzüge bereit:

  • Hohe Flexibilität bei Patientengesprächen und Visiten: Die Telemedizin ermöglicht neue Arten der Patientenbetreuung, darunter Online-Sprechstunden und per Roboter durchgeführte Visiten. Große Distanzen zwischen behandelndem Arzt und Patient lassen sich in Sekundenschnelle überbrücken. Menschen können sich zudem außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten – etwa am Wochenende – medizinischen Rat einholen, indem Ärzte für akute Fälle beispielsweise via Videochat erreichbar bleiben.

  • Bündelung aller Patientendaten: Die elektronische Patientenakte ist einer der größten Vorzüge des Smart Hospital. Wenn die Patienteninformationen aus bisherigen Befunden, Behandlungen, Operationen, Untersuchungen, Visiten und anderen Bereichen an einem zentralen Ort gespeichert sind, profitieren alle Beteiligten. Mediziner haben die nötigen Daten stets griffbereit und können ihr weiteres Vorgehen davon ableiten. Patienten erhalten eine exakt an ihrer Gesundheitshistorie angepasste Behandlung. Krankenhäuser sparen aufgrund des wegfallenden Papiers und der effizienteren Organisation Zeit, Geld und Aufwand.

  • Beschleunigte Abläufe: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen führt in zahlreichen Segmenten zu schnelleren Abläufen. Nicht nur sind Patientendaten über viele Endgeräte wie Tablets und Laptops sofort verfügbar – auch sonstige Verzögerungen lassen sich vermeiden. KI-gestützte Computersysteme etwa können bei einfachen und unkritischen Krankheiten die Diagnose übernehmen. Wartezeiten in Krankenhäusern sinken entsprechend und Ärzte erhalten mehr Kapazitäten für die wichtigsten Fälle. 

  • Höhere Patientensicherheit: Da die Digitalisierung der Krankenhäuser eine nahezu fehlerfreie Patientenidentifikation gewährleistet, erhöht sich die Patientensicherheit beträchtlich. Barcode-gestützte Patientenarmbänder etwa helfen dabei, Patienten umgehend zu identifizieren. Eine positive Folge davon: Die Anzahl falscher Behandlungen sinkt deutlich.
Labormitarbeiter beschriftet eine Probe mit einem Barcodeetikett aus dem Etikettendrucker.
Kennzeichnungslösungen spielen im Labormanagement eine wichtige Rolle für die Patientensicherheit.

Die Grenzen des Smart Hospital

Auch wenn die Digitalisierung des Krankenhauses viele Innovationen in Aussicht stellt, ist das Smart Hospital kein Allheilmittel für alle Herausforderungen. In manchen Bereichen stoßen Telemedizin und Co. an ihre Grenzen.

Roboter können zwar Operationen durchführen und Videochats ermöglichen Patientengespräche aus der Distanz samt Ferndiagnosen – doch einige Dinge erledigen Ärzte weiterhin nur über den persönlichen Kontakt. Viele Krankheiten beispielsweise lassen sich ausschließlich über eine medizinische Untersuchung vor Ort diagnostizieren. 

Im Laufe einer Behandlung sollten individuelle Beratungsgespräche und der persönliche Kontakt zwischen Patient und Arzt auch in Zeiten von Telemedizin nicht zu kurz kommen.

Das Krankenhaus der Zukunft nimmt Gestalt an

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens geht einher mit dem Krankenhaus der Zukunft. Technologische Innovationen führen zu effizienteren sowie schnelleren Abläufen. Die Folge: Das Fachpersonal hat dank dieser Innovationen wie digitaler Krankenakten mehr Zeit, sich um Patienten zu kümmern und auf deren individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Weiterführende Informationen zur Patientensicherheit in Smart Hospitals gibt unsere Fallstudie „Wie kann ich die Sicherheit meiner Patienten spürbar erhöhen?“ (PDF). Hier werden Vorzüge der personalisierter Patientenarmbänder genauer beleuchtet.

Etikettendrucker im Gesundheitswesen

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