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Frau geht Straße entlang und schaut auf ihr Smartphone

Arbeit 4.0: So sieht das Büro der Zukunft aus

  • 5 Minuten Lesezeit
Die Digitalisierung der Arbeitswelt schafft zahlreiche Chancen, die Produktivität zu steigern. Zeitsparende Anwendungen und erhöhte Konnektivität sorgen für einen nachhaltigen Wandel des Büroalltags. Welche Vorteile eröffnen sich für Unternehmen durch die neuen Technologien? Diese Veränderungen bieten jedoch nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen, vor allem auf der Seite der Arbeitnehmer. Wo bleiben die Mitarbeiter in der immer produktiver werdenden Arbeitswelt? Dieser Artikel geht auf diese und weitere Fragen zur Arbeit 4.0 näher ein.
Menschen sitzen mit VR-Brillen an Bürotisch
Arbeit 4.0: Der Arbeitsplatz der Zukunft wird virtuell

Schaffung eines virtuell verbundenen Ökosystems

Moderne Business-Conferencing-Tools bieten den Nutzern ausgefeilte Möglichkeiten, Präsentationen, Pläne und Ideen jederzeit und von überall auf der Welt auszutauschen. Das ist aber erst der Anfang, denn die technischen Möglichkeiten sind längst noch nicht ausgeschöpft. In naher Zukunft wird die Technologie ein virtuell vernetztes Ökosystem bilden. Dank sicherem Cloud-Zugang und Interoperabilität werden IT-Systeme und intelligente Bürogeräte wie Multifunktionsdrucker (MFPs) miteinander kommunizieren. Das wird die Arbeitsweise grundlegend verändern und den Mitarbeitern mehr Freiheit sowie eine nahtlose, sichere, vernetzte und intuitive Technologieerfahrung ermöglichen.

Virtuelle Assistenten wie Alexa, Siri und Cortana sind dabei wegweisend und inspirierend für die Entwicklung von Bürosystemen mit biometrischem Zugang, Spracherkennung, Audiounterstützung, videogestütztem Setup und Selbstdiagnose. Intelligente Technologien wie Multifunktionsdrucker sind schon heute in der Lage, die Bedürfnisse der Benutzer zu antizipieren. Diese Geräte können sich selbst versorgen, indem sie Verbrauchsmaterial wie Tonerkartuschen neu bestellen, um die Betriebszeit zu maximieren und eine weitere Produktivitätsbarriere zu verhindern. Diese Technologie wird auch das prognostizierte Wachstum personalisierter und automatisierter Prozesse, einschließlich Managed Print Services (MPS), fördern.

Neue Möglichkeiten durch Virtual und Augmented Reality

Am Arbeitsplatz hat Virtual Reality (VR) inzwischen auch Einzug gehalten. Mithilfe von VR-Software können die Inhalte des eigenen Bildschirms mit in die virtuelle Welt genommen werden. Sich in einem Großraumbüro ein eigenes virtuelles Büro zu gestalten, wird ebenfalls möglich. Bei der Citigroup arbeiten Finanzanalysten an einer so genannten „Holographic Workstation“, die aus zwei Flachbildschirmen und einem zentralen HoloLens-3D-Projektionsraum besteht. Der Vorteil für die Mitarbeiter: Aktienhändler, die oft mit großen Datenmengen konfrontiert sind, können diese räumlich wahrnehmen und dadurch leichter erfassen.

Einige Pionierunternehmen veranstalten bereits Konferenzen in VR. Dabei können die Meetings beispielsweise am Strand und im Weltraum stattfinden. Die virtuellen Welten können so gestaltet werden, dass sie die Kreativität fördern. Mithilfe realer Gegenstände wird es den Teilnehmern erleichtert, im virtuellen Raum zu interagieren. VR wird in den nächsten Jahren voraussichtlich immer häufiger zum Einsatz kommen, sodass Tastatur und Maus im Büro künftig wohl durch Hände, Finger, Kopf und Augen ersetzt werden.

Viele solcher Anwendungen stecken noch in den Kinderschuhen. Und doch gilt das Potenzial als gewaltig. Schon bald könnten sich weltweit verteilte Teams mithilfe von Augmented Reality (AR) über detailgetreue 3D-Modelle von Produkten oder Gebäuden austauschen und diese in Echtzeit gemeinsam bearbeiten. Mithilfe von VR und AR kann die Zusammenarbeit im Unternehmen vertieft werden.

Auch im Sales-Bereich dürften AR-Brillen und -Apps auf Tablets zum unverzichtbaren Begleiter vieler Vertriebler werden. Produkte wie Möbel oder Maschinen könnten damit an dem Ort simuliert werden, wo sie später zum Einsatz kommen. Wann solche Szenarien zur gelebten Praxis werden, hängt auch von der IT-Ausstattung eines Unternehmens ab. Denn die beste Hardware und Software nützt nichts, wenn ihre Nutzung an zu geringer Bandbreite scheitert, die Mitarbeiter nicht über die passenden Geräte verfügen oder Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit ungeklärt sind.

Zwei Frauen steuern holografisches Display mit Gesten
Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder 3D-Modelle können im Arbeitsalltag vielseitig eingesetzt werden

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz der Zukunft

Künstliche Intelligenz ist momentan in aller Munde. Es wird erwartet, dass sie die Arbeitswelt bald revolutionieren wird. Das Büro der Zukunft wird etwa so aussehen: Vernetzte Geräte, die Daten sammeln und Algorithmen anwenden, werden bald anfangen, Lösungen für Produktivitätsprobleme anzubieten, die Menschen in vielen Fällen nie identifiziert hätten.

Es wird prognostiziert, dass virtuelle Assistenten schon bald Kalender verwalten, Besprechungsräume buchen und Spesenformulare ausfüllen werden. Programme wie „Intelligentes Schreiben” für Gmail werden die Erstellung automatisierter E-Mail-Antworten kontinuierlich verbessern. Außerdem werden die Systeme bisher manuelle Aufgaben wie Rechnungsstellung, Auftragsabwicklung und Personalabrechnung automatisch übernehmen.

Und was bedeutet Arbeit 4.0 für die Mitarbeiter?

Wenn untergeordnete und sich wiederholenden Aufgaben immer weiter automatisiert werden, haben Mitarbeiter mehr Zeit und Freiraum, um strategische, geschäftskritische und wertschöpfende Aufgaben zu erledigen. Dadurch steigt die Produktivität und Rentabilität des Unternehmens. Verschiedene Studien prognostizieren jedoch massive Arbeitsplatzverluste, vor allem für gering qualifizierte Beschäftigte.
 
Andere Studien hingegen betonen die Entstehung neuer Tätigkeiten, für die zunächst einmal neu ausgebildet werden muss. In vielen Prognosen steht unter dem Strich sogar ein Plus an Jobs, die erfüllender und körperlich weniger belastend sein sollen. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter frühzeitig auf die Veränderungen der Arbeitswelt vorbereiten und ihnen Möglichkeiten zu Umschulungen bereitstellen, um ihnen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Diese Prognose passt auch perfekt zu den Erwartungen der jungen Arbeitnehmer. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum „Der Wandel der Arbeitswelt durch die Generation Y“.

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