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Vier Menschen sitzen an Bürotisch und diskutieren

Der Wandel der Arbeitswelt durch die Generation Y

  • 5 Minuten Lesezeit

Der demografische, kulturelle und technologische Wandel stellt neue Anforderungen an Arbeitgeber und sorgt für eine drastische Veränderung der Arbeitswelt. Der Generationswechsel von den Baby Boomers zu den Millennials geht nicht nur mit Anpassungen im Arbeitsalltag wie Homeoffice und Elternzeit einher, sondern weitet sich auch auf unsere Arbeitsweise im Allgemeinen aus. So gibt es beispielsweise immer mehr Freiberufler, die an unterschiedlichen Projekten arbeiten.
 
Die zwischen 1980 und 2000 geborene Generation, die sogenannten Millennials, wird bis 2025 mehr als 75 % der Belegschaft ausmachen. Wenn immer mehr Babyboomer in den Ruhestand gehen, werden die jungen Menschen zunehmend Führungs- und Vorstandsfunktionen übernehmen. Auch die Generation Z, die zwischen 2000 und 2009 geboren wurde, tritt dann vermehrt ins Arbeitsleben ein.
 
Was bedeutet das Austreten der Babyboomer für den Arbeitsmarkt? Wie sieht New Work eigentlich wirklich aus? Und wie müssen sich Arbeitgeber an die neue Generation von Arbeitnehmern anpassen? Diese Fragen gehen wir im folgenden Artikel nach.

Was erwarten junge Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber?

Entgegen vieler Vorurteile ist diese Generation leistungsorientiert und möchte auch erfolgreich sein, aber nicht auf Kosten der Familie, Freunde oder persönlicher Interessen. Die jungen Menschen möchten eine Arbeit, die sinngebend ist und zur Selbstverwirklichung beiträgt. Dieser Lebensentwurf ist natürlich nicht neu. Neu ist aber, dass diese Generation ihn formuliert und einfordert – und zwar nicht erst nach 20 Berufsjahren, sondern von Beginn an.

Mann telefoniert im Home Office, Bildschirm und Drucker im Vordergrund
New Work: Mehr Zeit mit der Familie für berufstätige Mütter und Väter

Zum einen lässt sich dieses Verhalten mit einer Erziehung erklären, die von Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Wunscherfüllung durch die Eltern geprägt war. Zum anderen mit weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt: Viele Branchen suchen derzeit händeringend nach Azubis und Fachkräften. Damit ihnen die Mitarbeiter nicht weglaufen, passen sich viele Unternehmen längst dem Zeitgeist an. Sie locken insbesondere mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice.
 
Auch der Millennial Survey 2018 von Deloitte, bei dem zum ersten Mal auch die Generation Z befragt wurde, bestätigt diese Einschätzung und geht sogar noch weiter. Die jungen Arbeitnehmer beurteilen Unternehmen in der Studie deutlich kritischer als in den Jahren zuvor. Sie erwarten von ihnen mehr gesellschaftliche Verantwortung und ein stärkeres Engagement für die Belange der Belegschaft. Dadurch bieten sich den Führungskräften aber auch große Chancen, die Loyalität der jungen Mitarbeiter zu gewinnen.

Wie hat sich die Arbeitswelt durch die Generation Y verändert?

Tatsächlich sind Merkmale von New Work wie Gleitzeit, Teilzeit, Elternzeit und Sabbaticals in vielen Unternehmen längst etabliert. Das liegt vielleicht auch daran, dass Arbeitgeber folgende Schlussfolgerung gezogen haben: Wenn die Arbeitszeit immer entgrenzter wird, dann müssen sie im Gegenzug flexibles Arbeiten ermöglichen. Es hängt allerdings auch von der Branche, der Größe des Unternehmens und weiteren Faktoren ab. Entscheidend ist zudem, ob sich Arbeitnehmer trauen, diese Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen.
 
Eine große Veränderung hat in fast allen Branchen in den letzten Jahren stattgefunden: Väter gehen in Elternzeit. Zwar nehmen die meisten nur die zwei Monate, die zusätzlich vom Staat gefördert werden und sonst verfallen würden, aber es ist ein Anfang. Anstatt Zuhause zu bleiben, nutzen manche die Zeit, um mit der Familie um die Welt zu reisen. Es ist dennoch normal geworden – und zwar immer unabhängiger davon, ob die Väter gerade erst ins Berufsleben eingestiegen sind oder schon über jahrelange Berufserfahrung verfügen.

Home Office Schreibtisch mit Laptop und kompaktem Multifunktionsdrucker
Arbeitswelt im Wandel: Sinnstiftung und Selbstverwirklichung stehen bei jungen Menschen im Fokus

Es gibt noch eine weitere Veränderung, die vor allem auf die Millennials zurückzuführen ist und sich langsam durchsetzt: Moderne Unternehmen müssen flache Hierarchien fördern. Junge Mitarbeiter wollen mitbestimmen, Verantwortung übernehmen, sich fortbilden und weiterentwickeln. Die Chefs sollten also ständig im Dialog sein und auf die Vorstellungen der Mitarbeiter eingehen. Denn die Millennials respektieren zwar Hierarchien, aber Autorität erlangen Vorgesetzte nicht allein wegen ihres Titels oder Alters, sondern müssen sie sich durch Kompetenzen verdienen.

Welche Rolle spielt Technologie beim Wandel der Arbeitswelt?

Die jungen Arbeitnehmer, die mit dem Internet und Smartphones aufgewachsen sind, leben in einer digitalen Welt und einer Kultur der Unmittelbarkeit. Aber nicht nur die digitalen Gewohnheiten der Generation Y sorgen für einen Wandel der Arbeitswelt. Die demografischen und kulturellen Veränderungen verstärken die Nutzung von technologischen Lösungen und den Drang, neue zu entwickeln.
 
Schon jetzt wird sichtbar, wie sich starre Arbeitsstrukturen auflösen. Die Entwicklungen weisen in Richtung eines virtuell vernetzten Ökosystems mit intelligenten Geräten und sicherem Cloud-Zugang, welches den Beschäftigten größere Mobilität ermöglicht. IT-Systeme verknüpfen sich mit intelligenten Bürogeräten wie beispielsweise Multifunktionsdruckern und können über Apps wie iPrint&Scan gesteuert werden. Die technologisch bedingten Veränderungen fallen unter das Phänomen der „Arbeitswelt 4.0“.

Frau hält Tablet mit Videokonferenz
New Work heißt virtuelle Arbeitswelt und permanente Vernetzung

Was müssen Unternehmen über die neue Generation von Arbeitnehmern wissen?

Um im Büroalltag Probleme zu vermeiden, sollten sich Führungskräfte bewusst machen, dass die jüngeren Mitarbeiter weniger Rücksicht auf die althergebrachten Vorstellungen von Hierarchie nehmen. Außerdem ist die Vorstellung, dass Arbeitnehmer bei einer einzigen Firma bleiben, nicht mehr zeitgemäß. Viele junge Menschen tendieren eher dazu, ein eigenes Unternehmen zu gründen. 

Zeitliche Flexibilität, eine moderne Infrastruktur und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung sind für New Work unverzichtbar. Daher ist es sehr wichtig, dass Unternehmen diese für ihre Mitarbeiter bereitstellen. Da die neue Generation leidenschaftlich an positiven Veränderungen interessiert ist, werden strenge Richtlinien zur sozialen Verantwortung für Unternehmen unerlässlich sein, wenn sie junge Mitarbeiter glücklich machen wollen. Darüber hinaus ist es auch wichtig, für moderne Einrichtungen, gute Sozialleistungen und ein familienfreundliches Umfeld zu sorgen.

Erfahren Sie in unserem Artikel zur Arbeit 4.0, wie Unternehmen und Mitarbeiter vom Büro der Zukunft gleichermaßen profitieren.

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